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Joes New Orleans Bar & Grill Genuss-Gutscheine »

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By Joe Schreiner

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Die ideale Voraussetzung für eine gelungene Veranstaltung!

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Kurzbiografie und Bilder von Martina Scheer. By Joe Schreiner

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» Genuss-Gutscheine

Verschenken Sie amerikanisches Südstaatenflair, verschmolzen mit authentischer Infrastruktur, einzigartigen Köstlichkeiten, Unterhaltung und Kommunikation, die von stimmungsvoller Musik begleitet wird.
Ein Schenkerlebnis das den Alltag für einen Moment vergessen lässt, in einer Atmosphäre aus kolonialer Geschichte und moderner Erlebnisgastronomie.

 

 

» New Orleans – Musik und Leidenschaft einer alten Stadt

„The Big Easy“ – die Stadt des Leichtsinns, hat seinen Ruf zurecht verdient, so will ich meinen, denn sie ist mit Sicherheit die lebendigste und freizügigste Metropole der USA. “N’awlins” ist eine verführerische Stadt, sie vermittelt für mich den Southern Comfort und alleine schon deshalb lohnt es sich dieser Verführung nachzugeben. Die unbändige Lebensfreude äußert sich in der Musik ebenso wie im Angebot der Küche, einer einzigartigen Mischung mit afrikanischen, karibischen und mediterran-europäischen Einflüssen vom  französischstämmigen Kleinadel, Einwanderer von den Kanaren, Italiener, Iren und Briten, Indianer und frei gelassene Sklaven. Diese kulturelle Vielfalt mit all ihrer Schönheit und der erotisch-leidenschaftlichen Ausstrahlung ist überwältigend, man erliegt nur allzu leicht ihrem Charme. Vor allem auf einer der weitläufigen Veranden mit den kunstvoll schmiedeeisernen Arkaden und der üppigen, gepflegten Begrünung, in der Hitze einer von Magnolienduft parfümierten Sommernacht.

Ganz ehrlich, wer denkt da nicht an den 1939 verfilmten Roman „Vom Winde verweht“, mit Vivien Leigh als Scarlett O’Hara und Clark Gable als Rhett Butler in den Hauptrollen. Aber auch die zahllosen Pferdedroschken am Jackson Square, deren Kutscher darauf warten Passanten durch das legendäre Herzen der Stadt, dem French Quarter, auch „Vieux Carré“ genannt, zu fahren, oder der romantische Spaziergang am „Moonwalk“ (diese Uferpromenade wurde nach dem Bürgermeister Moon Landry benannt) und der Garden District an der St. Charles Ave Streetcar Line, die zum Stadtviertel Riverbend, vorbei an den prächtigen Herrenhäusern der damaligen Plantagenbesitzer führt, erinnern an eine Zeit, in der Baumwolle, Schaufelraddampfer, Zuckerrohr und Sklaven den Süden reich und New Orleans zur Königin des Mississippi machte.

Das waren noch Zeiten, sie gehören ebenso unzertrennlich zum Mythos vom „Good Old South“, wie die Musik, ein unentbehrlicher Begleiter aller hier lebenden Nationen. In New Orleans steht die Wiege des Jazz und auch hier entstand der Blues, zwischen Sklavenhütte und Herrenhaus, von der bunt zusammengewürfelten „Black Community“. Keine anderen Musiker haben Storyville, so hieß das Unterhaltungsviertel zur Jahrhundertwende, so sehr geprägt wie die unvergessliche Mahalia Jackson, die Rhythm and Blues Legende Fats Domino und vor allem der Mann, den sie Satchmo nannten, Louis Armstrong. Sie alle leben weiter in der niemals ruhenden Stadt am Mississippi River, in jeder Strophe und in jeder Melodie, die in den Bars, Clubs, Cafes, Restaurants und an jeder Straßenecke des French Quarters erklingt. Selbst wenn es ganz ruhig wird in den frühen Morgenstunden der „Crescent City“, man kann sie immer noch fühlen, man muss nur ganz genau hinhören.

Eine Person möchte ich, bevor ich zum Abschluss dieser kleinen historisch-kulturellen Ausschweifung komme noch erwähnen, und zwar die unbestrittene Voodoo-Königin Marie Laveau. Sie war in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts die ungekrönte Herrscherin von New Orleans, bei der sich Politiker und Anwälte Rat holten. Immerhin hatte sie diesen Kult gesellschaftsfähig gemacht, ja sogar kommerzialisiert. Beim Voodoo handelt es sich um eine komplexe Religion, bei dem römisch-katholische Rituale mit einer Vielfalt afrikanischer Glaubens- und Magie-Elemente vermischt wurden. Im 19. Jahrhundert wurde New Orleans zur „Voodoo Capital of the US“ und nach vielen Jahren der Verbote ist Voodoo heute akzeptiert.

Ob man sich nun für Geschichte und Geschichten interessiert, ob man gut essen und trinken oder einfach nur Spaß haben möchte, die Stadt New Orleans und das Joes New Orleans Bar & Grill haben eines gemeinsam, sie bieten ein Flair wie es kaum irgendwo anders zu finden ist.

In diesem Sinne, enjoy living! Ihr Joe Schreiner

 

» Let’s get the party started!

Ob für Geburtstag, Hochzeit, Familien- und Firmenfeiern, oder für ein Jubiläum, ein besonderes Treffen mit Freunden, oder einem Dankeschön an wertvolle(n) Mitarbeiter(n), Kollegen oder Partner. Das Joes New Orleans Bar & Grill bietet die besten Voraussetzungen für eine gelungene Veranstaltung mit amerikanischem Dixieland-Flair.
Ein abgestimmtes Speisen- und Getränkeangebot stellen wir gerne nach einem Erstkontakt individuell auf die gegebenen Bedürfnisse zusammen.
Unser Team hat eine Fülle von Ideen, um jede Feierlichkeit mit der richtigen Atmosphäre zu unterstreichen und verleitet Sie mit ihren Gästen zu einer gedanklichen Reise ins lebensfrohe New Orleans.

Noch weitere Fragen, dann lassen Sie es uns bitte wissen. Wir vom Joes New Orleans Bar & Grill freuen uns auf Ihre Anfrage und helfen gerne bei der weiteren Organisation.

Tel.: 0316/22 50 23
E-Mail: office(at)joes-neworleans.com

 

» Die Malerei als Kunst und Lebensgefühl

Es war Mitte Juli 2009, an einem der wenigen, wirklich lauen Sommerabende, als ich auf der Terrasse saß, mir intensiv Gedanken über die Gestaltung der Speisekarte machte und kurzerhand entschloss meine bildhafte Vorstellung der Motive von einer Künstlerin malerisch wiedergeben zu lassen. Gleich am nächsten Tag sprach ich mit Martina Scheer darüber, einer jungen, talentierten Grazerin, die es versteht die Nutzung der Farben als Mittel der Ausdruckssteigerung zugunsten des emotionalen Empfindens einzusetzen.

Obwohl sich Martina Scheer, eine Person mit dem Gefühl für das Wesentliche und dem Blick fürs Detail, in keine Schublade der Kunst zwängen lässt, war sie von dieser Idee spontan begeistert, denn für uns beide, da waren wir uns sofort einig, ist malerische Kunst ein ebenso vielfältiges Thema wie die Stadt New Orleans, mit all ihrer Schönheit, den zahlreichen Kulturen und unterschiedlichen Mentalitäten.

Die bevorzugten Maltechniken von Martina Scheer sind Acryl bzw. Tempera und Bleistiftzeichnungen, mit denen es ihr auf eindrucksvolle Weise gelingt eine ausdrucksstarke und emotionale Atmosphäre zu erzeugen. Inspirieren lässt sie sich bei vielen ihrer Werke von ihren Vorbildern John Howe und Alan Lee, die wohl zu den bekanntesten Künstlern in der Illustration gehören und deren Arbeiten sich immer wieder mit dem Werk Tolkiens beschäftigen. Neben der Illustration gehören Portraits, Landschaften und Gegenständliches wie z.B. Gebäude, Fahrzeuge oder Objekte aus dem Musik- und Geschichtsbereich zum Spezialgebiet von Martina Scheer.

Kunst ist demnach eine Botschaft an den Betrachter, die im Inneren berühren, bewegen, inspirieren und informieren, sowie Emotionen und Tugenden anregen soll.

Weitere Informationen bzw. persönlichen Kontakt zu Martina Scheer richten Sie bitte per E-Mail an:
martinascheer(at)inode.at

 

» Die musikalische Faszination der Jazzmetropole

Der New Orleans Jazz gehört zur Stadt am Mississippi River, wie Wolfgang Amadeus Mozart zu Salzburg. Hier wurde er schlussendlich geboren, aber das ist lange her. Einer mündlichen Überlieferung nach gab es in New Orleans einige Jahre vor der Jahrhundertwende um 1900 einen Fährunternehmer, dessen Job es war Leute mit seinem Raddampfer dem Mississippidelta rauf und runter zu transportieren. Um die Gästefrequenz zu erhöhen und somit das Geschäft zu beleben hatte er die Idee eine Band zu engagieren, die während der Fahrt spielte. Die Initialen des Unternehmers waren J.S. und somit riefen die Leute in Folge „J.S. with the music is coming“, was sich später zur Abkürzung „J.S. is coming“ entwickelte. Im Laufe der Jahre soll daraus „Jazz“ geworden sein.

New Orleans ist stolz auf seine eigene, einzigartige Musik, deren Verschmelzung verschiedenartiger Einflüsse, im Besonderen durch die Kreolen und Afroamerikaner (beides Gruppen schwarzer Abstammung), zur ersten voll ausgebildeten Stilrichtung nach dem Ort seiner Entstehung benannt wurde – der New Orleans Jazz. Die Kreolen, Abkömmlinge bzw. in den Kolonien geborene Nachfahren aus der ethnischen Mischung von Franzosen oder Spaniern mit Indianern oder Afrikanern, die bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts an den Errungenschaften bürgerlicher, europäisch geprägter Kultur teilhabend waren, wurden nach dem neu verfassten amerikanischen Gesetz neben den schwarzen Afroamerikanern zu zweitklassigen „Farbigen“ erklärt. Dies führte dazu, dass beide Gruppen gemeinsam zu musizieren begannen und ihre bis dato soziokulturellen Unterschiede verschwanden. Nach Gehör spielende, improvisierende „schwarze“ Musiker fanden sich erstmals in Street Bands und anderen Kapellen zusammen, die im boomenden Vergnügungsviertel Storyville gute Auftrittsmöglichkeiten hatten. Viele der besseren Etablissements beschäftigten einige Musiker, manchmal auch eine kleine Band, für die durch die verschärfte Rassentrennung eine anderwertige Beschäftigung so gut wie chancenlos war. Ein weiterer Grund warum viele hochqualifizierte Musiker in den Bordellen spielten war die Restaurationsphase in den Rassenbeziehungen, 30 Jahre nach der Sklavenbefreiung infolge des Amerikanischen Bürgerkriegs. Berühmte Musiker wie Jelly Roll Morton, Joe King Oliver, Tony Jackson, Freddie Keppard, Charles Joseph „Buddy“ Bolden, Clarence Williams, Manuel Perez, Jimmie Noone, Sidney Bechet, Lorenzo Tio und Louis Armstrong spielten hier Nacht für Nacht und gaben ihr Können zum Besten.

Möglicherweise hat New Orleans auch deshalb so viele berühmte Künstler hervor gebracht, jedoch kein anderer Musiker hat die Stadt am Mississippi derart gefühlvoll in Töne verpackt wie der Mann, den sie Satchmo nannten. Louis Armstrong lebt weiter in der Jazzmetropole New Orleans, in jeder Melodie, in jeder Strophe, die in den Clubs, Bars, Cafes des French Quarters erklingt und an jeder Straßenecke, an der ein schwarzer Saxofonist Passanten zum Stehenbleiben verführt und zumindest für einen Augenblick das geplante Programm vergessen lässt. Genau diese Leidenschaft für die Musik ist es, was einen Urlaub in New Orleans so unvergesslich macht.

Wer an der ursprünglichen Form des New Orleans Jazz teilnehmen möchte, sollte unbedingt die altehrwürdige Preservation Hall in der 726 Saint Peter Street aufsuchen. Dieses historische Gebäude liegt drei Blocks vom Mississippi entfernt, mitten im Herzen des French Quarters und stammt aus dem mittleren 18. Jahrhundert. Nachdem es zwischenzeitlich als Kneipe und später auch als Fotoatelier genutzt wurde, dient es seit 1961 als Bühne für den klassischen, traditionellen Jazz von New Orleans, der hier regelrecht zelebriert wird. Entsprechend wurde die Atmosphäre des frühen 20. Jahrhunderts erhalten, zur Ehre und zur Möglichkeit die Tradition und den Stil des New Orleans Jazz zu bewahren. Die Fassade der Preservation Hall wirkt uralt, alte Holzläden verschließen die Fenster und die Musiker spielen auf einer flachen Bretterbühne in schummrigem Licht. Der hintere Teil des Raums liegt im Dunkeln, für das Publikum gibt es nur ein paar Holzbänke, für die vorderste Reihe gar nur Sitzkissen und wie wahrscheinlich schon richtig vermutet gibt es keine Klimaanlage, sondern nur ein paar Ventilatoren. Auch kann man hier nichts zu Essen oder Trinken bestellen und Rauchen sowie lautes Sprechen ist auch nicht erlaubt. Aber der Jazz, der dann von den meist ebenso uralten schwarzen Männern geboten wird, wiegt bei weitem alles auf was Minuten davor ein leichtes Minus verursacht hat und macht ganz klar deutlich warum die Leute für einen Einlass bereit sind Schlange zu stehen. Dieses Erlebnis bleibt einem für immer in Erinnerung, denn Jazz ist hier ein Lebenselixier.

 

» Unwiderstehlich, lebendig, ausgelassen und frech

Mindestens einmal im Leben sollte man ihn erlebt haben, einen der bedeutendsten Karneval-Feste der Welt. Der Mardi Gras (wird „Maadi Graa“ gesprochen) ist nahezu untrennbar mit der Stadt New Orleans verknüpft, der anfänglich über die Franzosen während der Gründungszeit als einfacher Brauch ins Big Easy kam. Offizieller Beginn dieses rauschenden Festes ist der Dreikönigstag (King’s Day), also der 6. Jänner und dauert bis zum Faschingsdienstag, dem absoluten Höhepunkt des Mega-Events. Am Tag des Mardi Gras, auch „Fat Tuesday“ (fetter Dienstag) genannt, der ab dem darauf folgenden Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit einleitet, verwandelt sich das gesamte French Quarter (Altstadt und Zentrum von New Orleans) mit über 40.000 Teilnehmer am Umzug und einer knappen Million Besucher in die größte Party-Quadratmeile des Kontinents.

Es ist die eindrücklichste aber gleichzeitig auch verrückteste Zeit, dessen Spektakel quer durch alle Rassen und Hautfarben stattfindet. „Vergiss deine Probleme und hab Spaß“ wird einem vermittelt, denn es ist Zeit Party zu feiern und das Leben zu genießen. Die Umzüge heißen hier „Parades“, die Vereine und Garden „Krewes“ und die Wagen „Floats“. Von denen werden an sechs Paraderouten, mit beeindruckend farbenfrohen Umzugs-Teilnehmern „Beads“, hochgeschätzte Glasperlenketten, Dublonen und Spielzeug in die Menschenmenge geworfen. Besonders Frauen scheinen diese äußerst beliebten Souvenirs sehr zu mögen, jedenfalls stellt es für die meisten Zuruferinnen mit den Worten „throw me something mister“ oder „give me beads“ kein Problem dar nach Aufforderung das T-Shirt hoch zu ziehen, um eine Perlenkette zugeworfen zu bekommen.

Nachdem die ca. 70-80 Züge der Parade, von denen typisch kreolischer Jazz herunter dröhnt, von der St. Charles Avenue und Canal Street flussaufwärts kommend vorbeigezogen sind, zieht es die Menschenmasse aus allen Teilen der Welt in die vollgestopfte Bourbon Street, um sich mit guter Laune in der völligen Ausgelassenheit mit der enormen Stimmung in vollen Zügen hinzugeben. Pünktlich um Schlag Mitternacht, am Ende des Faschingsdienstags wird angekündigt dass der Karneval vorbei ist und dann wird es plötzlich ruhig in der gerade eben noch so belebten Stadt am Mississippi.

Aber auch in den zwei letzten Wochenenden vor dem eigentlichen Mardi Gras-Tag finden täglich in New Orleans und Umgebung etliche spektakuläre Paraden, traditionelle Maskenbälle, Partys und weitere Aktivitäten rund um das große Ereignis statt. Sollte es aber vorerst nicht möglich sein New Orleans um diese Jahreszeit einen Besuch abzustatten, so bietet sich für Karneval-Fans die Möglichkeit in der restlichen Zeit des Jahres im Mardi Gras World, 1380 Port of New Orleans Place, einen faszinierenden Eindruck von den einzigartigen Kostümen und Masken, den außergewöhnlichen Requisiten und herrlichen Ausstellungen der großen Paradewagen zu erhalten. Diese Attraktion zu bewundern lohnt sich auf jeden Fall, es werden auch Führungen, zwei Videos mit Szenen der Herstellung sowie Informationen von A-Z und natürlich ein Geschenkartikelladen mit vernünftigen Preisen geboten. Die offiziellen Farben vom Mardi Gras, sie begegnen einem immer und überall, wurden 1872 vom „King of Carnival“ Rex (lateinisch für König) festgelegt und sind Lila (symbolisiert Gerechtigkeit), Grün (steht für Glauben und Hoffnung) und Gold (bedeutet Kraft bzw. Macht).

Um vielleicht in den kommenden Jahren dieses unbeschreibliche Gefühl zu empfinden auf einer wirklich großen und heiteren Party zu sein, hier die Übersicht der Termine für die bevorstehenden Mardi Gras-Tage in den nächsten 10 Jahren: 8. März 2011, 21. Februar 2012, 12. Februar 2013, 04. März 2014, 17. Februar 2015, 9. Februar 2016, 28. Februar 2017, 13. Februar 2018, 5. März 2019 und 25. Februar 2020.

 

» Das Erbe von Madame Marie Laveau

Keine kulturelle Reise oder Studie rund um die „gespenstischen“ Geschichten in New Orleans wäre ohne Erwähnung von Marie Laveau, der unangefochtenen „Queen of Voodoo“. Diese mystische Religion ist ein ebenso großer Bestandteil der Jazz-Metropole am unteren Mississippi wie der New Orleans Jazz, die Kreolische Küche und der Mardi Gras. Bevor jedoch jemand denkt Voodoo hätte etwas mit der Vergangenheit zu tun, der irrt, denn diese Religion ist auch heute mindestens so lebendig wie zu Lebzeiten der geheimnisvollen Madame Laveau.

Voodoo, auch Voudon, Vodun, Voudou oder Wodu ist ursprünglich eine westafrikanische Religion und existierte wahrscheinlich schon vor mehreren tausend Jahren. Die Bezeichnung wird oft stellvertretend für verschiedenste afro-amerikanische Religionen benutzt. Nach Amerika kam Voodoo im 16. Jahrhundert über die afrikanischen Sklaven, die zur Baumwoll- und Zuckerrohrgewinnung nach Haiti und in den Süden der USA gebracht wurden. In offiziellen Dokumenten wurde Voodoo erstmals im Jahre 1782 während des spanischen Regimes in New Orleans erwähnt.

Grundsätzlich aber stellt Voodoo eine hybride Religion aus vielfältigen afrikanischen, islamischen, katholischen und auch indianischen Elementen dar, die sich aus Herkunft und Geschichte der Sklaven ergab: Aus ihren afrikanischen Dorfgemeinschaften gerissen und zur Arbeit für die Kolonialisten und zum christlichen Glauben gezwungen, versuchten einige der Sklaven ihre spirituelle Tradition als Mittel des emotionalen und geistigen Widerstandes gegen die Härten des Lebens, gekoppelt mit Hoffnung und Identität, die sie mit ihr verbanden, fortzuführen.

Immer wieder wird Voodoo vorwiegend als schwarze Magie, mit Zauberpraktiken wie Schadenszauber jeglicher Art oder Verwünschungen angesehen, die im Gegensatz zur wesentlich stärker verbreiteten weißen Magie nicht auf Schutz und Heilung ausgerichtet ist. Dem möchte ich an dieser Stelle ganz klar widersprechen, da der zentrale Kern im Voodoo aus der Verehrung der Loa (Gott, göttliches Wesen, guter Geist), die Ahnenverehrung, das Orakel und der Glaube an die Wiedergeburt besteht. Je nachdem welche Taten ein Mensch begangen hat, sie beeinflussen sein nächstes Leben. Rechtschaffene und Gläubige erhalten die Chance zum Loa aufzusteigen und die Welt positiv mitzugestalten, weder gute noch böse Menschen werden in einem neuen Zyklus wiedergeboren, bei dem sie erneut von allen Versuchungen und Verlockungen bedroht werden und die Böswilligen werden vom Loa im nächsten Leben mit Sanktionen bestraft. Diese können z.B. Unglück, Krankheit, Wiedergeburt als Tier, oder im schlimmsten Fall als Diab („dämonische Wesen“, die danach trachten lebenden zu schaden oder sie zu beherrschen) sein.

Ein sehr bekannter, aber meist übertrie7ben dargestellter Brauch ist das Herstellen von Voodoo-Puppen, die oft einem bestimmten Menschen nachgebildet sind. Manchmal wird auch ein Foto auf den Kopf der Puppe aufgeklebt. Durch das Stechen in die Puppe oder sogar Durchbohren mit einer Nadel sollen dem Betroffenen Schmerzen zugefügt werden. Vor allem aber wurden Voodoo-Puppen von Priestern in New Orleans zum Heilen von Kranken benutzt. Voodoo-Pupen sind aus einer Not heraus entstanden, da die Sklaven bei den amerikanischen Sklavenhändlern keinen Voodoo praktizieren durften. Entsprechend waren aus Holz geschnitzte Abbildungen der Gottheiten oder Dämonen verboten. Folglich tarnte man Gottesabbilder als Puppen.

Besessenheit wiederum gehört in dieser Religion zur rituell vollzogenen Vereinigung mit Gott und hat in erster Linie sehr wenig, wie wir es zum Teil aus den Hollywood-Filmen kennen, mit Dämonen, Zombies und schwarzer Magie zu tun. Gespeist wurden diese Vorstellungen durch die Praktiken des Totenkults bzw. der Ahnenverehrung und den Glauben an die Wiederbelebung Verstorbener. Menschen, die von Göttern während Trancezeremonien kurzzeitig eingenommen wurden, werden im Voodoo hoch geehrt und von Kranken und Hilfesuchenden während der Trance befragt. Hierzu zählen Zauberpraktiken, die der sogenannten weißen Magie entspringen, wie z.B. Gesund- oder Heilzauber, Fruchtbarkeitszauber, Glückszauber, Liebeszauber, Schutzzauber & Exorzismus, Abwehrzauber, Wetterzauber, Wahrsagen, Kartenlegen usw.

Menschenopfer sind kein Bestandteil vom Voodooglauben und Tieropfer, meist Hühner, werden fast ausschließlich noch bei diversen Ritualen für Touristen praktiziert. Schließlich und endlich ist es ja das, was die Schaulustigen erwarten bzw. sehen wollen und natürlich der Voodoogemeinschaft zusätzliches Geld einbringt. Bei diesen Tieropfern handelt es sich ausschließlich um rituelle Schlachtungen, die einerseits der spirituellen Ernährung einiger Loa und andererseits meist im Anschluss der Ernährung der Gläubigen dienen.

Endgültig etabliert hat sich Voodoo in New Orleans nachdem französische Siedler mit ihren Sklaven aus Haiti zugezogen waren. In der Karibik war der magisch-religiöse Geheimkult der aus Westafrika verschleppten Sklaven bereits mit christlichen Elementen verschmolzen. Wo sich heute der Louis Armstrong-Park befindet, trafen sich damals die Farbigen bei Mondlicht zu rituellen Schlangentänzen. Und die 1794 geborene Marie Laveau war fast 50 Jahre lang ihre Königin.

Als Tochter eines weißen Farmers und einer Farbigen arbeitete sie in jüngeren Jahren als Friseurin, die ihre Kundinnen – vornehme weiße Damen – in ihren Häusern besuchte und von diesen und deren Dienstboten eine Vielzahl von Informationen erhielt. Nachdem Voodoo-Anhänger zu dieser Zeit bei der Kirche als Teufelsanbeter galten und mit Verfolgung rechnen mussten, lies sie ihr erworbenes Wissen über den Katholizismus mit dem des Voodoo verschmelzen und erklärte, Voodoo-Anhänger seien durch das Miteinbeziehen katholischer Devotionalien, also Gegenstände die zur religiösen Andacht dienen wie etwa Heiligenfiguren, Kruzifixe, Andachtsbilder usw., ebenfalls Christen. Bei ihren zeremoniell veranstalteten Voodoo-Shows lud sie gut situierte Leute und zahlende Gäste ein, für die sie die Quelle für Hunderte von Geschichten des Schreckens und der Wunder bildete. Jedoch auf der anderen Seite gab es aber auch geheime Voodoo-Zeremonien, die im eigentlichen Dienst an die Loa nie vor Augen der Öffentlichkeit praktiziert wurden.

Marie Laveau war nicht nur die erfolgreichste Voodoo-Pristerin, sondern bereits zu Lebzeiten eine Legende, Heilige und Hexe, Herrscherin und Hoffnungsträgerin, wie auch gewitzte Geschäftsfrau und erstes großes Showtalent des Voodoo. Sie galt im 19. Jahrhundert als eine der einflussreichsten Personen in der historischen und legendären Stadt New Orleans.

Das Grab der Mitte Juni 1881 verstorbenen Marie Laveau befindet sich im Saint Louis Friedhof Nr. 1, ist heute eine Touristenattraktion und wird aber auch nach wie vor zahlreich von Voodoo-Anhängern besucht. Einige von ihnen glauben, dass ihr Geist immer noch auf dem Friedhof verweilt und andere meinen sogar sie auf ihrem ehemaligen Grundstück der 1020 St. Ann Street gesehen zu haben. Wie auch immer, Geist hin oder her, eines ist sicher, der „Geist“ von der Stadt New Orleans und Joes New Orleans Bar & Grill wäre ohne sie nicht komplett.

 

» Die trickreiche Kunst der Illusion

Die Geschichte der Zauberei und der Magie ist in der Südstaaten-Schönheit, in der Jazz und Blues den Menschen im Blut liegt, Raddampfer auf dem Mississippi flussauf- & flussabwärts schippern und Voodoo mehr als dunkle Zauberei ist, ebenso mystisch, wie die Entstehung und Entwicklung der Stadt selbst. Der Reiz einer Darbietung von Zauberei liegt neben der Faszination über eine Illusion vor allem in der Inszenierung und deren Unterhaltungswert. Um eine Illusion zu erreichen, gelangen eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken wie Psychologie, Ausnutzung von Wahrnehmungslücken, Kunstgriffe, optische Täuschungen, trickreiche Apparaturen und mathematische Gesetze zur Anwendung.

Mit den Spaniern, im Besitz eines der ältesten Etablissements in Barcelona namens „El Rei De La Magia“, welches sich seit 1881 speziell der Herstellung von Zaubereiartikeln widmet; den Engländern, die bereits 1634 in London das erste Anleitungsbuch für Taschenspielertricks mit dem Titel „Hocus Pocus Iunior. The Anatomie of Legerdemain“ herausbrachten; den Franzosen, die im 19. Jahrhundert durch Jean Eugène Robert-Houdin als erste die Bühnenmagie mit Kunststücken und Requisiten für ein größeres Publikum bekannt machten; und nicht zuletzt den afrikanischen Sklaven, die mit ihren magischen Praktiken und Ritualen aus der Voodoo Religion die ganze Welt außerhalb von New Orleans immer noch in Erstaunen versetzen; kamen auch die unterschiedlichsten Zauberkünstler in den Pelican State Louisiana.

Vorreiter waren die Taschenspieler, fliegende Händler, welche meist auf größeren Marktplätzen, hinter einem Tisch stehend, Kunststücke zum Anlocken von Publikum benutzten, um anschließend Waren feilzubieten. Das Repertoire beschränkte sich hierbei meist auf das Becherspiel, bei dem zu Unterhaltungszwecken Bälle oder Würfel unter den Bechern hin und her wanderten.
Die Straßenkünstler, Nachfahren der Taschenspieler, zauberten vor umringten Passanten meistens für eine Spende in den aufgestellten Hut. Die meisten Zauberer, gleich welcher Sparte, setzen bei ihren Shows auf Humor. Bei der Comedy-Zauberei bildet dies den Schwerpunkt, wobei die Zaubereffekte meist zur Nebensache werden. Oft werden klassische Zauberkunststücke parodiert und Tricks gehen „unbeabsichtigt“ schief. Die Kunststücke mit Spielkarten, sogenannte Kartentricks, gelten als die verbreitetste Form der Zauberkunst überhaupt und sind so zahlreich, dass die Kartenkunst von den Zauberkünstlern als eigene Sparte betrachtet wird.

Einen ebenso wichtigen Part in der Zauberkunst des „Big Easy“ stellt die Mentalmagie, bei der man die Imitation angeblich parapsychologischer Phänomene durch Tricks, etwa scheinbares Gedankenlesen, die scheinbare Vorhersage von Ereignissen oder Spukeffekte zu Unterhaltungszwecken versteht. Sie entstammt dem Erbe falscher Spiritisten und trickreicher Scharlatane. Da Mentalisten aus dramaturgischen Zwecken oft nicht betonen, dass sie Zauberkünstler sind und sehr raffinierte Tricks anwenden, können Zuschauer nicht ohne Weiteres beurteilen, ob das Geschehene ernst zu nehmen ist oder nicht. Illusionisten hingegen verwenden technische Tricks, mit denen sie psychische Täuschungsmöglichkeiten ausnutzen, um Eindrücke ungewöhnlicher und damit überraschender Art zu kreieren, mit denen Verblüffung und Erstaunen, Verwunderung gar bis hin zu nachhaltigerem Staunen und Wundern zu erreichen ist. Illusionen stellen somit eine verfälschte wirkliche Wahrnehmung dar, bei der wirklich Vorhandenes als etwas anderes erlebt oder für etwas anderes gehalten wird, als es tatsächlich ist.
Ebenfalls zum Randgebiet der weit verbreiteten Zauberkunst in New Orleans zählen die unzähligen Sensationsdarsteller und Kuriositätenkünstler wie z.B. Entfesselungskünstler, trickreiche Zirkus-Attraktionen, Falschspieler-Demonstrationen und Bühnentaschendiebstahl.

Aus den USA kommend hat sich in den letzten Jahren auch hierzulande das immer beliebtere „table hopping“ etabliert, bei dem die Zauberkünstler von Tisch zu Tisch wandern und so ihr Publikum individuell und schrittweise verzaubern. Kunststücke, die wegen kleinerer Requisiten nur aus kurzer Distanz verfolgt werden können, werden im Fachjargon als „close up“ bezeichnet. Der besondere Reiz für die Zuschauer besteht in der Entfernung von wenigen Zentimetern, die scheinbar das „Manipulieren oder Täuschen“ erschwert. Typische close-up Requisiten sind Karten und Münzen. Die Close-Up Zauberei (auch Mikromagie bzw. Tischzauberei genannt), hat nichts mit dem verstaubten Image eines Zauberers zu tun, der einen Hasen aus dem Hut zieht, sondern ist vielmehr die Magie, welche hautnah am Publikum geschieht und es mit visuellen, klaren Effekten fasziniert bzw. zu Begeisterungsstürmen hinreißen lässt.

 

» Die uralte Kunst der Körperverzierung

Für die Jazz-Metropole New Orleans, der historischen Hafenstadt mit der charakteristischen Atmosphäre in den subtropischen Sümpfen des unteren Mississippidelta, bilden die Begriffe Tattoo und Bodypainting einen mindestens ebenso lange untrennbaren Bestandteil, seit im 16. Jahrhundert die ersten afrikanischen Sklaven, mit all ihren spirituellen Traditionen und Ritualen auf die Baumwoll- und Zuckerrohrplantagen in den Süden der USA verschleppt wurden. Wer im „Big Easy“ einmal eine zeremonielle Voodoo-Veranstaltung, oder einen der beinahe unbeschreiblichen Mardi Gras-Umzüge im Frühjahr jeden Jahres miterleben durfte, der weiß wovon ich spreche.

Das Tätowieren und das Bemalen des Körpers mit farbigen Materialien gibt es in der Menschengeschichte schon seit der Steinzeit. Ursprünglich jedoch geht man davon aus, dass sich die Sitten des Tätowierens und der Körperbemalung bei den unterschiedlichen Nationen und Völkern unabhängig voneinander entwickelt haben. So wurden zum Beispiel im Norden Chiles über 7000 Jahre alte Mumien gefunden, die Tätowierungen an Händen und Füßen aufwiesen, während man in den Ötztaler Alpen in Südtirol eine 5300 Jahre alte Gletschermumie gefunden hat, die an mehreren Körperteilen mit Zeichen durch Nadeln oder kleine Einschnitte unter die Haut versehen war. Oder aber auch die erst 1994 in Südfrankreich entdeckte „Grotte Chauvet“, die mit mehreren Jahrtausend alten Malereien von hoher künstlerischer Qualität zu den bedeutendsten Bilderhöhlen der Welt zählt.

Eine große Bedeutung besaß das Tätowieren und die Körperbemalung auch bei den amerikanischen Ureinwohnern, den Indianern. Während bei ihnen diese Art von Körperverzierung als Maßstab für die Wertschätzung innerhalb einer Gruppe galt, waren Anfang des 20. Jahrhunderts Tattoos fast nur noch bei Seeleuten, Soldaten, Angehörigen der Unterwelt oder Häftlingen zu sehen. Erst in den späten 1960er Jahren verbreitete sich bei den Hippies und danach vor allem in der Musikszene wieder ein gewisser Modetrend zu Tattoos. Seit den 1990er Jahren ist das Tattoo salonfähig und etablierte sich in der breiten Gesellschaftsschicht zu einem wahren „Must-have“. Nach und nach wurde auch die Körperbemalung, wie Anfangs z.B. Hennatätowierungen, die nicht in die Haut gestochen, sondern aufgemalt werden, immer populärer. Ob Prominente, Modell, Banker oder Handwerker, jeder der sich öffentlich mit Tätowierungen oder einer anderen Form der Körpergestaltung zeigte, trug zu einer zunehmenden Akzeptanz bei, die sich in weiterer Folge zum kontinuierlichen Mainstream entwickelte.

Roland Leiner, sympathischer Leiter vom Atelier Leiner in Feldkirchen bei Graz, ist nicht nur professioneller Painter und Partner von Joes New Orleans Bar & Grill, sondern besticht in erster Linie durch seine über 20 jährige Erfahrung in allen Bereichen der Kunstmalerei. Eine Ära, die den Kunstschaffenden mit vielen Tausend Jahren Verspätung seit der Entstehung dieser Kunstart zu einem der vielseitigsten und kreativsten Künstler in der Steiermark zählen lässt. Besonders charakteristisch für Roland ist die tiefe gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema, bei dem es dem bevorzugt gegenständlichen Maler besonders wichtig ist, die visuelle Interpretation der Kundenwünsche vor allem auch im Privatbereich (Außenfassade, Wohn-, Schlaf- bzw. Kinderzimmer, Bad, Büro, Partyräume usw.) zu verwirklichen. Einen Auszug über einige seiner künstlerischen Gestaltungen findet ihr in unserer Joes Kunstgalerie (click here) von Roland Leiner. Enjoy living.

 

» Ein Hauch von Erotik liegt in der Luft

In keiner anderen Stadt der USA ist die Mischung aus Romantik, Leidenschaft und Musiklegende so ausgeprägt wie in New Orleans. „The Big Easy“ verzaubert nicht nur mit ihrer einzigartigen Vielfalt aus französischer, spanischer und afrikanischer Kultur, Musik und Gastronomie, sondern verführt auch auf erotische Art und Weise mit einem aufregenden vibrierenden Elan, der sonst eher anrüchigen Neigungen eine gewisse Würde verleiht.

Tief im „Alten Süden“, wo kreolische Düfte und die der Cajun-Küche selbst die Sanftesten in Versuchung führen, verändert sich die Welt total. Hier fühlt man sich wie im Bestseller, den Margaret Mitchell in ihrem Buch „Vom Winde verweht“, oder Marc Twain in seinen Abenteuergeschichten von „Tom Sawyer“ und „Huckleberry Finn“, bzw. Harriet Beecher Stowe in ihrem Roman „Onkel Toms Hütte“ beschrieb. Das Drama „Endstation Sehnsucht“ (A Streetcar Named Desire), vom US-amerikanischen Schriftsteller Tennessee Williams, wurde während seiner Aufenthaltszeit von 1946-1947 in der St. Peter Street Richtung Royal Street, im Haus Nr. 632 geschrieben, für das er mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. In dieser bunten Metropole erlebt man das multikulturelle Flair, das die Magie und ihre Vielfältigkeit harmonisch vereint, ohne dass sie jedoch deren Eigenheiten einbüßen.

New Orleans ist eine höchst geheimnisvolle Stadt, charmant, dynamisch, wild und sexy. Sie dient als kontinuierliche Erinnerung an die koloniale Vergangenheit vom „Good Old South“ und verbindet Authentizität mit Tradition und Zeitgeist. Dabei entsteht eine eigenständige, warmherzige Atmosphäre, in der jeder so sein darf wie er ist. Bespielt von einer Fülle wunderbarer, lebendiger Musik holt dieser Ort einen aus seiner eigenen Schale und es kann ganz leicht passieren, von diesen verführerischen Wahrnehmungen berauscht zu werden. Am besten lässt sich New Orleans mit einer wunderschönen, erotischen Frau vergleichen, die Männer wie Frauen gleichermaßen mit ihrer Sinnlichkeit und Ausstrahlung einfach um den kleinen Finger wickelt.

„The Crescent City“ bildet auch eine Kulisse, die sich hinter Kostümen und Masken versteckt, mit geheimen Gängen und falschen Türen. Sie ist eine immer währende Party, ein Lied und eine Lebenseinstellung. Einfach etwas, das kein Wirbelsturm jemals davon wehen kann.
Ganz egal, welche Jahreszeit gerade herrscht, wie elastisch das eigene Portemonnaie ist, oder ob es bereits wieder hell wird in der Stadt und die Sünden der vergangenen Nacht weggewaschen werden, New Orleans behält seine Partystimmung rund um die Uhr und das ganze Jahr über bei.

Durch die Gründung von den Franzosen und die Prägung der spanischen Katholiken und Kreolen aus der Karibik sowie die Einflüsse der afrikanischen Voodoo Kultur verdankt die Hafenstadt am Mississippi River ihre ethnische Vielfalt, die hier überall allgegenwärtig ist. Man kann sie in der Verschiedenheit der Baustile und im unterschiedlichen Erscheinungsbild der Bevölkerung sehen, man kann sie in den differierenden Sprachen und Musikrichtungen hören, man kann sie in der vielseitigen Küche, die von den zahlreichen Nationen eingebracht wurde schmecken und man kann sie förmlich überall um sich herum fühlen.

Auch wenn „The Big Easy“ seinen Anteil an harten Zeiten hatte, die mit einem Meter unter dem Meeresspiegel liegende und langsam sinkende Stadt wird immer für ihre lässige und lockere Art gefeiert werden. Ganz nach dem Motto: Party machen, feiern, genießen und Frivolität nonstop. Im French Quarter, dem Herzen der Stadt, in dem elegante architektonische Überbleibsel der spanischen Kolonie aus dem 18. Jahrhundert in Form von malerischen Backsteinbauten eindrucksvoll dargeboten werden, werden Plastikperlenketten von den üppig geschmückten, gusseisernen Balkonen geworfen, um die schönen Fremden zu huldigen, die unten, in den engen Straßen und Gassen vorbeiziehen. Die Klänge von traditionellem und modernem Jazz, R&B und Soul dringen aus den kreolischen Häusern und den zahlreichen, einladenden Bars und Musikkneipen, sodass vor sich hin tanzen keine bewusste Entscheidung, sondern vielmehr eine Reaktion auf das Wohlbefinden ist.

Wo einst die Raddampfer auf dem Flusssystem ein lebenswichtiges Handelsnetzwerk eröffneten und New Orleans durch die sklavenbasierte Plantagenwirtschaft von Baumwolle, Zuckerrohr und Tabak zur bedeutenden Hafenstadt wurde, teilen sich die aufeinander prallenden Kulturen vor allem eines miteinander, den unwiderstehlichen Drang, gut zu essen, zu trinken und Spaß zu haben. Essen und Trinken ist mitunter eine der Hauptbeschäftigungen in der Jazzmetropole, am liebsten die einheimische Kreolen- Cajun- und Soul food-Küche, deren Düfte und Aromen an eine Geschichte mit karibischen, französischen, spanischen, mexikanischen und italienischen Kapiteln erinnern. Selbst die Snacks lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen und verwandeln jeden „Creole Cuisine“-Puristen in einen Gläubigen.

All das vermitteln die Stadt New Orleans und das Joes New Orleans Bar & Grill, wo das Ambiente, das kulinarische Angebot und die Musik die Luft mit so viel Geschichte und Wohlfühlatmosphäre erfüllen, dass man von dem Bedürfnis überwältigt wird, einfach loszulassen und sich dem Genuss hinzugeben.
Enjoy living.

 

» Christmas New Orleans Style

Den historischen und klimatischen Gegebenheiten ist es zu verdanken, dass in der Südstaatenmetropole am unteren Mississippi-Delta Weihnachten durch die Multikulturalität in ganz besonderer Weise gefeiert wird. Den ganzen Monat lang im Dezember taucht jeder Stadtteil in eine märchenhafte Weihnachtsstimmung ein und die lange gehüteten kreolischen Brauchtümer der ethnischen Vielfalt werden festlich zelebriert. Millionen von Kerzenlichtern flackern im Garden District und im City Park, beeinflusst von der französischen Tradition „Fête des lumières“ bzw. „Festival of Lights“. Die schmiedeeisenen Balkone, antiken Straßenbahnen und die gemütlichen Innenhöfe sind mit magischen Weihnachtselementen dekoriert und es wird mit Prunk, Paraden, zahlreichen Weihnachtskonzerten und historischen Festumzügen gefeiert. Entlang des Mississippi-Ufers finden Feuerwerke statt, die dem vom Nordpol kommenden Santa Claus den Weg weisen sollen und in den Straßen spiegelt die Musik der Stadt die tiefe Zuneigung der Tradition wieder. In New Orleans ist Brauchtum oder Feiertag immer gleichbedeutend mit Fest oder Party.

Für Weihnachtsstimmung sorgen auch die zahlreichen In- und Outdoor-Weihnachtsmärkte, oder ein Spaziergang durch die Great River Road, in der einige der schönsten Plantagenhäuser des Alten Südens liegen. Zum Beispiel das Oak Alley, mit Säulenglanz und Tara-Herrlichkeit oder die Laura Plantation, etwas weniger aufgetakelt und ehrlicher, da die Hütten der Sklaven nicht abgerissen, sondern restauriert wurden.
Die Weihnachtsbäume werden reich verziert und die Häuser in der Weihnachtszeit mit Kränzen, Girlanden und elektrischen Lichtern üppig geschmückt. Am Heiligabend (Christmas Eve) hängen die Kinder traditionell Strümpfe an den Kamin, die Santa Claus am nächsten Morgen mit Geschenken befüllt. Besonders während dieser Tage lässt sich die Geschichte und Kultur von New Orleans und seine einzigartige Mischung französischer, spanischer und amerikanischer Einflüsse auf sinnliche Art und Weise erkunden.

Und genauso wie das kulturelle und religiöse Brauchtum seine Eigenheiten besitzt, tut dies auch die Musik: Die Klassiker des Christmas-Repertoires der Staaten erhalten hier unten im Süden einen ausgelassenen Anstrich aus Jazz und R&B, werden humoresk und flott aufgepeppt. Santa Claus tanzt auf der Street Parade, “White Christmas” wird in den Jazzclub verfrachtet und die Silver Bells schaukeln mit den Trichtern der Trompeten um die Wette.

„Christmas in New Orleans“, „Zat You, Santa Claus” und “Winter Wonderland” von Satchmo Louis Armstrong sind einige der amerikanischen Weihnachts-Hits schlechthin. Ganz im New Orleans Style, mit fröhlich hineinposaunendem Blech, rauer Stimme und warmherzigen Groove verzaubern diese musikalisch weihnachtlichen Evergreens nicht nur zur besinnlichsten Jahreszeit mit ihrer ganz eigenen, südlich inspirierten Note und dem typischen Old Time Jazz-Flair.

Das ist Weihnachten im New Orleans Stil, einen Monat lang feiern, für Körper, Geist und Seele. Frohes Fest.

 

» Partystimmung bei der irisch-amerikanischen Bevölkerung

Die Geschichte New Orleans ist geprägt vom Einfluss irischer Vorfahren, so wie auch die der restlichen US-Staaten. Was meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich nicht zuletzt daran liegt, dass in Amerika mehr als dreimal so viele Iren leben, wie in Irland selbst. Eine dermaßen beeindruckende Relation, die natürlich keine andere Nationalität auch nur annähernd aufweisen kann. Somit wird einem schnell einmal bewusst, dass der eine oder andere amerikanische Ire hin und wieder zur Auffassung tendieren könnte, nicht nur Wurzeln auf der grünen Insel im Norden, sondern darüber hinaus auch noch einen Teil der USA in irischen Besitz zu haben. Unter all den ursprünglichen Immigranten bzw. Einwanderern, die sich aus politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Motiven im Süden der USA nieder ließen, bilden die Iren, die in Folge der großen Hungersnot zwischen 1845-1849 millionenfach nach Amerika flohen, keinen unwesentlichen Teil der Bevölkerung von New Orleans.

Die Südstaatenmetropole am unteren Mississippi-Delta ist eine bezaubernde und zugleich geheimnisvolle Stadt, die sich aus unterschiedlichen Konfessionen und ethnischen Gruppen zusammensetzt und sie alle haben ihre Festtage, Feiertage oder speziellen Bräuche, die ihrer Religion oder ihrem Ursprungsland entspringen. Aber genau diese unterschiedlichen Bräuche, die in den letzten zwei Jahrhunderten aus Traditionen anderer Länder eingebracht wurden, verleihen der vielfältigen Stadt die niemals schläft, zusätzliche Fülle und Farbigkeit und tragen zu ihrer Fröhlichkeit und dieser überwältigenden Vielfalt bei.

Der St. Patrick’s Day ist der am 17. März begangene Gedenktag zu Ehren des irischen Nationalheiligen St. Patrick. Er war der erste christliche Missionar in Irland, bereiste das ganze Land, baute Klöster, gründete Schulen und Kirchen, um die Bekehrung des irischen Lands zum Christentum zu fördern. Als Hilfestellung bei seiner 30 jährigen Aufgabe als Prediger benutzte er ein dreiblättriges Kleeblatt, Shamrock genannt, um das Konzept der Heiligen Dreifaltigkeit (Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist) zu erklären. Patrick beendete seine Mission in der Grafschaft Down, in der er am 17. März 461 verstarb. Seit dieser Zeit bilden der Shamrock das inoffizielle Nationalsymbol Irlands und die Farbe Grün die vorherrschende Farbe der feiernden Iren, irischen Emigranten und vermehrt zunehmend auch Nicht-Iren.

Bereits 1737 wurde St. Patrick’s Day in Amerika zum ersten Mal spektakulärer als in der Republik Irland selbst gefeiert und schon bald darauf bildeten Paraden und eindrucksvolle Aktivitäten rund um den kirchlichen Hauptfeiertag der Iren ein ausgelassenes Volksfest. In New Orleans, dem „Good Old South“ mit dem verträumten Flair vom „Southern Comfort“ und der ungebrochenen Vorliebe für mitreißende Partys wurde die multikulturelle Kultur durch den grünen Einfluss der großen irisch-amerikanischen Bevölkerung geltend gemacht und es finden alljährlich die zu den weltweit größten gehörenden Paraden statt.

Eine weitere wunderbare Gelegenheit sich mit Familie, Freunden oder Kollegen zu treffen, sei es in den belebten Straßen von New Orleans oder im Joes New Orleans Bar & Grill in Gössendorf, um auf kulturell aufgeschlossene Art und Weise die gemeinsame Zeit zu genießen und sich vom kulinarischen Auszug der irisch-stämmigen Amerikaner, oder besser gesagt den Iren in New Orleans in Versuchung verführen zu lassen.
Happy St. Patrick’s Day & enjoy living.

 

» Piraten, Freibeuter und Schmuggler vom „Good Old South“

Der „Ol’ Man River“, so wird der Mississippi von den Einheimischen ehrfurchtsvoll genannt, verkörpert für mich wie kein anderer den Mythos der Vereinigten Staaten. Mit seinem 3778 Kilometer langen Lauf ist der „alte Mann“ der drittlängste Strom der Erde, der dem Lake Itasca im nördlichen Minnesota, knapp 300 Kilometer vor der kanadischen Grenze entspringt und rund 160 Kilometer südlich von New Orleans in den Golf von Mexiko, der Piratenhochburg des 18. Jahrhunderts, mündet.

Heutzutage hat die Bezeichnung Pirat beinahe etwas Romantisches an sich, denkt man an all die durchaus unterhaltsamen Bücher und Verfilmungen der letzten Jahre. Doch das Leben eines Piraten sah in Wirklichkeit anders aus, die meisten von ihnen hatten vor ihrer zweiten „Karriere“ auf Handels-, Kriegs- oder Freibeuterschiffen unter unmenschlichen Verhältnissen mit schlechter Bezahlung gedient. Durch den unwiderstehlichen Drang nach Freiheit und Reichtum, oft war der Auslöser die Kaperung des eigenen Schiffes, auf dem sie dienten, wechselten sie die Fronten und wurden zu Gesetzlosen.

Freibeuter hingegen waren zwar auch Gesetzesbrecher, aber rechtlich anerkannt und mit einem Kaperbrief ausgestattet. Sie arbeiteten im Gegensatz zu Piraten auch für eine Regierung und hatten die Genehmigung in Kriegszeiten feindliche Schiffe zu überfallen, für die sie im Normalfall ein Fünftel der Beute abgeben mussten. Natürlich sollte hierbei jedem bewusst sein, dass der Unterschied zwischen Pirat und Freibeuter nur eine Gradwanderung ist, denn schlussendlich griffen Freibeuter nicht nur von der Regierung genehmigte Schiffe unter feindlicher Flagge an, sondern kaperten ebenso wie die Piraten jedes schwächere Schiff, unabhängig von welcher Nationalität, und verkauften die Ladung. Die kleine Stadt Louisiana Barataria, rund 40 Kilometer südlich von New Orleans und die Südstaatenmetropole selbst waren durch das verzweigte Flusssystem vom Mississippi, dem wichtigsten Transportweg in der Kolonialzeit, die Nähe zur offenen See und dem Wirtschaftsboom in der „Crescent City“ für den Verkauf von illegaler Ware sehr beliebt.

Im Aussehen unterschieden sich Freibeuter und Piraten im Allgemeinen nicht von normalen Seeleuten und „Landratten“, sie trugen vorwiegend praktische Kleidung aus Segeltuch oder Wolle und bei gutem Wetter einfach nur ein Leinen- oder Baumwollhemd oder arbeiteten mit freiem Oberkörper. Schuhe trugen die meisten nur beim Landgang, auf See liefen sie barfuss und der Kopf war vor allem wegen der Hitze entweder mit Dreispitz, Schlapphut, Kopftuch oder Wollkappe und Halstuch bekleidet. Da sich unter ihrer Beute oft auch Kleidung befand, sahen viele Piraten recht bunt und exotisch aus. Zu den strapazierfähigen Segeltuchhosen wurden plötzlich mit Rüschen verzierte Seidenhemden und elegante Westen getragen.

Trafen Piraten auf englische, spanische oder amerikanische Handelsschiffe, hissten sie den Jolly Roger (Piratenflagge) und setzten einen Kanonenschuss vor den Bug der Beute. Nachdem die Enterhaken geworfen und die Schiffe längsseits miteinander verbunden waren, stürmten die Piraten das Deck und der Nahkampf begann. Dabei kamen Waffen wie Musketen, Büchsen, Pistolen und Entersäbel, aber auch Äxte, Piken und Schwerter zum Einsatz. Die typischen Geschütze der Piratenschaluppen (kleinere Segelschiffe, oft Einmaster mit umfangreichem Segelwerk, die in der Lage waren 75 Mann Besatzung und 14 kleinere Kanonen mitzunehmen) waren Vier-Pfünder. Eiserne Kanonenkugeln, die bis zu einem Kilometer weit gefeuert werden konnten, waren durch den erheblichen Schaden den sie verursachten immer die letzte Instanz, denn ein beschädigtes Schiff brachte natürlich weniger oder je nach Zustand gar kein Geld.

Die wohl berühmtesten und berüchtigten Piraten, Freibeuter und Schmuggler vom „Good Old South“ waren meiner Meinung nach eindeutig die Brüder Jean und Pierre Lafitte. Beide, zwischen 1770-1780 in Frankreich, vermutlich Bayonne geboren, lebten ab 1809 als effiziente Geschäftsmänner in New Orleans, wo sie offiziell eine Schmiede betrieben, die zugleich als Umschlagplatz für Sklaven und Hehlerware diente. 1810 wurde Jean Lafitte Anführer einer Gruppe Piraten, Freibeuter und Schmuggler, die in den darauf folgenden Jahren von Barataria Bay aus, der Zufluchtsstätte vieler Gesetzesbrecher, mit mehr als zehn Schiffen Überfälle auf amerikanische, britische und spanische Handelsschiffe sowie Sklavenhändler durchführten.
Im Dezember 1814, als die Schlacht von New Orleans gegen die Engländer unmittelbar bevorstand, meldete sich Jean Lafitte mit seiner Mannschaft freiwillig zur Verteidigung der Stadt und half General Andrew Jackson am 8. Januar 1815, nur wenige Kilometer außerhalb von New Orleans, die zahlenmäßig weit überlegenen britischen Truppen unter Generalmajor Edward Michael Pakenham zurückzuschlagen und somit die Schlacht zu gewinnen. Als Belohnung amnestierte Präsident Madison Lafitte und seine Crew für vergangene Verbrechen, was auch viele von ihnen als Gelegenheit nutzten ein ordentliches Leben zu beginnen. Jean und Pierre machten jedoch weiter und da durch den beendeten Krieg viel Marine in der Gegend war, erwies sich dies in dieser Region als schwierig, worauf die Brüder in Richtung Texas, damals noch gesetzloses Grenzgebiet zwischen Amerika und Mexiko, segelten.

Heute erinnern vor allem noch zwei Dinge an die turbulente Zeit des Piraten Jean Lafitte. Zum einen der „Lafitte’s Blacksmith Shop“, Bourbon Street Nr. 941, an der Kreuzung zur St. Phillip Street, dem aus getrocknetem Lehm aus dem Mississippi River errichteten, einzigen Gebäude im Französischen Viertel, dass die katastrophalen Brände in New Orleans aus den Jahren 1788 und 1794 überstanden hat und in dem sich heute eine urige, spärlich dekorierte und beleuchtete Bar in der sehr wahrscheinlich ehemaligen Schmiede der Brüder Jean und Pierre Lafitte befindet und zum anderen die alljährlichen Themenwochen „Pirates of the Mississippi“ im Joes New Orleans Bar & Grill in Gössendorf bei Graz, die die glorreiche Ära, in der Piraten, Freibeuter und Schmuggler in den Südstaaten ihr Unwesen trieben, wieder aufleben lassen.
Ahoi Pirat & enjoy living.

 

» Multikultureller Charme und voller Genuss

Die Einwohner von New Orleans lieben ihre unermüdliche Stadt, gehen gelassen mit der Hitze und Feuchtigkeit des halbtropischen Klimas um und haben eine völlig entspannte Einstellung zum Leben. Für sie ist es bereits eine lange Tradition am späteren Nachmittag, wenn die feuchte Luft auf den Straßen am drückendsten ist und die alte, mystische Atmosphäre der Stadt durch ihre Beschaulichkeit überwältigt, entweder ein ruhiges Plätzchen auf einer der zahlreichen Veranden mit den schmiedeeisernen Balkonen oder einen von Eichen beschatteten Hinterhöfe aufzusuchen und ein herrlich wohltuendes Bier zu genießen.

Es gab eine Zeit, in der New Orleans als die Bier-Hauptstadt des Südens bezeichnet wurde. Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts war die Jazzmetropole am Mississippi River die Heimat von mehr als 30 Brauereien, die großteils von Immigranten verschiedenster Herkunft betrieben wurden. Viele von ihnen waren so klein wie ein Handwerksbetrieb um die Ecke, einige in der Größe einer Gasthausbrauerei und nur wenige mit einem regionalen Vertrieb. Zusammen jedoch produzierten sie bis zum in Kraft treten der Prohibition von 1920, laut 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten (landesweites Verbot von Herstellung, Verkauf und Transport von Alkohol) eine enorme Anzahl verschiedener Biere. In den darauf folgenden 13 Jahren des Alkoholverbots, die Prohibition wurde 1933 durch den 21. Zusatzartikel wieder außer Kraft gesetzt, waren viele Betriebe gezwungen die Produktion einzustellen und die Brauerei zu schließen. Heute befinden sich nur noch sehr wenige Brauereien, die meisten sind sogenannte Hausbrauereien, in der „Crescent City“, die sich durchaus großer Beliebtheit erfreuen.

Der Charakter eines Bieres hängt meiner Meinung längst nicht allein vom Brauen ab. Sich auf technisches Know-how, qualitativ hochwertige Rohstoffe und besonders schonende Behandlung in der Produktion beschränken zu wollen, würde für mich heißen, dem Produkt eine wesentliche Komponente zu entziehen. Eine ebenso wichtige Essenz bilden für mich die dahinter stehenden Persönlichkeiten, die Person des Braumeisters und die Brauerei selbst, die ein Bier zu einem unvergleichlichen und spezifischen Geschmackserlebnis werden lassen.

Eduard Mandl, Repräsentant der Brauerei Murau und Mann mit hoher menschlicher und fachlicher Kompetenz, dem nötigen Feingefühl und dem Blick fürs Detail, war Initiator für die erste Begegnung im Spätsommer 2009 seitens der 1. Obermurtaler Brauereigenossenschaft reg.Gen.m.b.H. mit dem Joes New Orleans Bar & Grill. Beide Unternehmen entsprechen keiner Norm, sondern geben ihre eigene vor und nach einigen intensiven Zusammentreffen war der Meilenstein für eine wertvolle Partnerschaft gelegt. Gemeinsam mit Mandl, dessen Nachfolger Markus Brettenthaler, dem Braumeister Günter Kecht, dem Vorstandsobmann Johann Lassacher sowie dem Geschäftsführer Ing. Josef Rieberer der Brauerei Murau und den Betreibern vom Joes New Orleans Bar & Grill, Joe Schreiner und Wolfgang Vidmar wurden langjährige Erfahrungen umgesetzt und aus dem Fundus dieser inspirierenden Kreativität geschöpft.

Grundlegendes Thema dieser innovativen Zusammenarbeit war die Gegenüberstellung vom Bier-Konsumverhalten und den Trinkgewohnheiten in der Vergangenheit, der Gegenwart und deren Entwicklung in der Zukunft. Parallelen in der Geschichte, dem Jetzt und dem weiteren Verlauf zu finden und unsere Gesellschaft im Spiegel fremder Kulturen zu sehen, standen hinter dem Wunsch eine Symbiose zu schaffen, einen traditionellen Kult, im traditionellen Outfit, traditionell erzeugt, zukunftsorientiert zu leben. Das logische Ergebnis war Gestern mit Heute und Morgen zu verknüpfen und heimische Tradition mit multikultureller Aufgeschlossenheit zu verschmelzen, um daraus etwas Neuzeitliches, aber durchaus Authentisches entstehen zu lassen.

Joes Beer war die Antwort, Qualität ohne Kompromisse die oberste Maxime und traditionelle Werte die Zukunft von morgen. Ein untergäriges Vollbier, das man nicht wirklich beschreiben kann, sondern probiert haben muss, um Bierkultur von morgen mit den Augen von heute betrachten zu können. Die leuchtende Bernsteinfarbe, der vollmundige, harmonisch ausgeglichene und leicht malzige Geschmack sowie der etwas geringere Kohlensäure-Anteil machen das Joes Beer mit einer Stammwürze von 12,2° und einem Alkoholgehalt von 5,2% vol. nicht nur ungemein rund und süffig, sondern vor allem auch zu einem kulinarischen Erlebnis der besonderen Art. Aus Leidenschaft am Genuss!
Cheers & enjoy living.

 

» Kulturelle Beziehung mit historischem Erbe

Geografisch gesehen liegen die beiden kosmopolitischen Städte New Orleans und Havanna, deren historische Bindung mit dem symbolischen Gefühl der Schwesternschaft auf starke Handelsbeziehungen des letzten Jahrhunderts zurückzuführen ist, nur 694 Meilen, also knapp 1120 Kilometer auseinander entfernt. Beide Städte besitzen durch ihre koloniale Entstehung und der daraus resultierenden multikulturellen Entwicklung ein reiches, historisches Erbe, deren erste wirtschaftliche Beziehung nach der Einnahme und Besetzung Havannas durch die Briten im Jahre 1762 aufgebaut wurde und bis zur Verhängung des Handelsembargos durch die USA im Jahre 1962 andauerte. Obwohl Havanna 1763 wieder an die spanische Krone zurück ging, wurde das von den Briten aufgehobene Handelsmonopol nicht wieder eingeführt und der Hafen von Havanna wurde, wie auch New Orleans, nach der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika 1776 sowie nach dem Louisiana Purchase 1803 (Verkauf der französischen Kolonie Louisiana durch Napoleon an die USA), zur Wirtschaftsdrehscheibe der Neuen Welt.

Im Zuge des revolutionären Sklavenaufstandes von 1791 bis 1804 auf der französischen Kolonie Saint-Domingue, der letztlich zur Unabhängigkeit vom heutigen Haiti führte, flohen viele Großgrundbesitzer französischer Abstammung, die dort Zucker- und Kaffeeplantagen besessen hatten, ins benachbarte Kuba. Unter ihrem Einfluss und mit ihren technischen Kenntnissen wurde nun Kuba für Spanien zu dem, was Haiti vorher für Frankreich gewesen war, die Insel des Zuckers und des Kaffees. Wirtschaftlicher Aufschwung und der industrielle Einsatz von Sklaven waren die Folge. Aber auch auf Kuba nahm die Unzufriedenheit der Kreolen mit der spanischen Herrschaft zu und unter den sklavenhaltenden Zuckerplantagenbesitzern regierte die Angst vor einem Sklavenaufstand wie er zuvor auf Haiti passiert ist, was um 1809 einen Auswanderungsboom ins aufstrebende New Orleans auslöste. So fanden während dieser Zeit in New Orleans Tausende von flüchtigen Zuwanderern aus Havanna, nach dem Louisiana Purchase durch Selbstkauf befreite Sklaven vom Deep South und Migranten aus ganz Europa ihr neues Zuhause, die alle ein ausgeprägtes eigenes Kulturleben besaßen, von starkem Selbstbewusstsein erfüllt waren und gegenüber Plantagensklaven eine unüberwindliche kulturelle Distanz empfanden.

Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs New Orleans mit über 100.000 Einwohner zur reichsten und größten Stadt des amerikanischen Südens und zur viertgrößten der USA. Die zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Verbindungen zwischen New Orleans und Havanna führten dazu, dass im direkten Handel mit der karibischen Zuckerinsel mehrere Tausend Menschen eine Beschäftigung fanden, da zu diesem Zeitpunkt mehr als ein Drittel aller Handelsgüter aus dem Hafen von New Orleans für Havanna bestimmt waren.

Aber nicht nur die spanische und französische Präsenz, die die charakteristische Atmosphäre beider Städte bildete, beeinflusste die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung beider Metropolen auf sehr ähnliche Weise mit ihrer wunderschönen Architektur, dem gemeinsamen Wirtschaftszweig aus Zucker, Baumwolle und Tabak, sondern auch der gewaltige Einfluss auf die populäre Musik des 20. Jahrhunderts durch die vielfältige Mischung der urbanen polyglotten Bevölkerung der Afrokubaner, Angloamerikaner und Kreolen trugen Wesentliches dazu bei.

All diese Symbiosen haben sich im Verlauf der Geschichte in immer wieder neuen Mischungsverhältnissen verbunden und dabei eine ungeheure Vielfalt kulinarischer, künstlerischer, nicht zuletzt musikalischer Ausdrucksformen entstehen lassen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Jazz geboren, aus einer Synthese afrikanischer, kubanischer und europäischer Musiktradition. Auch Rhythm & Blues, Ragtime, Pop- und Rockmusik haben in der New Orleans-Havanna Verbindung Ursprünge. Noch heute bestimmt die Musik das Leben in New Orleans und Havanna, sei es in Bars, Clubs, Kirchen, Schulen oder auf den Straßen, überall wird gespielt und zelebriert.

In den Städten New Orleans und Havanna sowie im Joes New Orleans Bar & Grill spürt man das mediterrane Lebensgefühl dieses ethnischen Schmelztiegels, dem jeglicher Purismus zwangsläufig fremd ist, und genießt das Empfinden vom Ambiente als zusätzlichen Stein kolonialen Flairs, der individuell in das Mosaik der authentischen Inszenierung eingefügt werden kann.
Be seduced & enjoy living

 

» What a Wonderful World

In eine wunderbare Welt verwandelt sich alljährlich für ein paar Tage im August das French Quarter in New Orleans zu Ehren eines der dynamischsten Persönlichkeiten des musikalischen 20. Jahrhunderts. Neben drei Tage toller Konzerte im Freien (die Musik steht natürlich im Mittelpunkt), Seminare für Musikgeschichte, Jazz-Ausstellungen, Kunstwettbewerbe, Vorträge, Filme, Aktivitäten für Kinder und speziell für dieses Community-Event kreierte Gerichte, bietet das „Satchmo Summerfest“ eine vielfältige Auswahl an weiteren unterhaltsamen Veranstaltungen. Darunter eine Satchmo Geburtstagsparty, eine mitreißende Jazz-Messe in der St. Augustinus Kirche (sie gilt als Wiege des Jazz und ist wichtige Gedenkstätte der Sklaverei) im historischen Stadtteil Treme, in der 1210 Gouverneur Street, sowie eine traditionelle Parade basierend auf einem Jazz-Begräbnis, bei dem die Teilnehmer eingeladen werden, tanzend und mitsingend hinter den bunt gekleideten Parade-Führern und der hochkarätigen Blasmusik herzugehen. Es gibt sogar eine eigene, sehr beliebte Kinderbühne mit Musik und Tanz, denn immerhin war Armstrong noch ein kleiner Junge als ihm seine erste Trompete in die Hände gelegt wurde.

Heute hilft das Vermächtnis des US-amerikanischen Ausnahmemusikers Louis „Satchmo“ Armstrong die Wiedereinführung der Welt in die Stadt, in der alles begann. Ursprünglich war dieses dreitägige, für die Öffentlichkeit kostenlose und durch „Satchmo“ inspirierte Mini-Jazz Fest als einmaliges Festival anlässlich seines 100. Geburtstages geplant. Beginn ist jeweils am Donnerstag beim Louisiana State Museum Old U.S. Mint, an der 400 Esplanade Avenue sowie gegenüber am French Market Place, an der Kreuzung Decatur Street und Barracks Street, und endet am darauf folgenden Sonntag.
Louis Daniel Armstrong, am 4. August 1901 als Enkel von Sklaven geboren und unter extrem ärmlichen Verhältnissen in einem Viertel von New Orleans aufgewachsen, das wegen seiner Gefährlichkeit als „The Battlefield“, übersetzt das Schlachtfeld, berüchtigt war, war nicht nur ein begnadeter musikalischer Afroamerikaner, sondern einer der innovativsten Jazz-Musiker der Geschichte. Seine Art Trompete zu spielen und sein Scatgesang mit der angenehm rauen Stimme gelten als stilistische Meilensteine vom Jazz und verschafften ihm enorme Publikumspopularität.
Der niedliche Spitzname „Satchmo“, mit dem Armstrong auf der ganzen Welt berühmt wurde, stammt sehr wahrscheinlich von Percy Brooks, einem britischen Reporter des Melody Maker Magazine, der Armstrong während seines Aufenthalts 1932 in Großbritanien mit „Hello Satchmo!“ begrüßte. Armstrong war von dem Namen, einer Kurzform von Satchelmouth, die sich aus den Wörtern Satchel (Schultasche) und Mouth (Mund) zusammensetzt und sich im derben Slangausdruck mit „Riesenfresse“ übersetzen lässt, angeblich begeistert und verwendete ihn als Titel für sein neues Album. Von seinen Verwandten und Freunden schlicht „Louis“, „Loui“ oder „Pops“ genannt, blieb „Satchmo“ der öffentlichen Person Armstrong vorbehalten, was eigentlich ganz gut zum Image des gerne grinsenden und manchmal auch Augen rollenden, auf jedem Fall liebenswerten Schwarzen passte. Diese „Satchmo is a good guy“-Masche hatte der „Native Son New Orleans“ mit seinem weichen Blick auf das weiße Publikum stets bewusst gepflegt.

Louis Armstrong war ein Botschafter für „seine“ Stadt „N’awlins“. Obwohl er die meiste Zeit seines Erwachsenenlebens anderswo verbrachte und in New York City begraben wurde, hat er seine Heimatstadt nie vergessen und seine Heimatstadt hat ihn nicht vergessen. Mit dem „Satchmo Summerfest“ bekräftigen die Stadt New Orleans und das Joes New Orleans Bar & Grill mit ihrem Sommerfest und den authentischen New Orleans-Speisen seine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der amerikanischen Musikkultur.

Der Mann, der auf der ganzen Welt als „Satchmo“ bekannt wurde, war einer der ganz Großen in der Musikgeschichte, der weithin als einer der Gründerväter des Jazz anerkannt wurde. Im Laufe seiner Karriere unterhielt er Millionen von Menschen und sein Einfluss als Trompeter, Sänger, Filmstar und kulturelle Ikone ist unübertroffen, universell und auch heute noch sehr lebendig.

Als Zeichen meiner persönlichen Wertschätzung für diesen charismatischen und wichtigen Darsteller der grundlegenden Veränderung des Jazz möchte ich es zum Abschluss dieser kleinen kulturellen Musikreise nach New Orleans nicht unterlassen den Songtext einer meiner Lieblingstitel anzufügen, um meine Begeisterung für Louis „Satchmo“ Armstrong ein wenig zum Ausdruck zu bringen. Möge der am 6. Juli 1971 von uns gegangene Weltstar im Herzen seiner Fans ewig weiterleben. Enjoy living.

WHAT A WONDERFUL WORLD

I see trees of green,
red roses too
I see them bloom
for me and you.
And I think to myself
what a wonderful world.
I see skies of blue
And clouds of white.
The bright blessed day,
the dark sacred night.
And I think to myself
what a wonderful world.

The colors of the rainbow
so pretty in the sky.
Are also on the faces
of people going by.
I see friends shaking hands
Saying how do you do.
They’re really saying
I love you.
I hear babies cry,
I watch them grow.
They’ll learn much more
than I’ll never know.
And I think to myself
what a wonderful world.
Yes I think to myself
what a wonderful world.

 

» Zu Pferd durch die koloniale Geschichte der „Crescent City“

Was man auch immer mit der kulturell und wirtschaftlich bedeutendsten Stadt im Süden der Vereinigten Staaten in Verbindung bringt, es hat bestimmt seine Berechtigung. Nirgendwo anders im sonst zweifellos eher puritanischen Amerika stellen Leidenschaft und Genuss einen höheren Stellenwert dar als hier in New Orleans. Nirgends klingen Jazz- & Blues-Rhythmen sinnlicher als in den rauchigen Kneipen oder in den von Menschen überfüllten Straßen des legendären French Quarters. Nirgends wird Zauberei mystischer gelebt und nirgends wird die koloniale Geschichte auf romantischere Art und Weise präsentiert als hier im „Good Old South“.

Eine sehr entspannte Möglichkeit die imposante Stadt mit den konträren Gesichtern stilecht zu erkunden, bietet die Fahrt mit einer der unzähligen und originellen Pferdekutschen vor der St. Louis Cathedral in der Decatur Street. Bei einer bezaubernden Fahrt im lauen Windhauch der tropisch-schwülen Hitze, entlang der palmengesäumten Allee des Mississippi-Ufers, mit Blick auf die schönsten spanischen und französischen Kolonialgebäude, mit üppig begrünten Veranden und reich verzierten Eisenbalkonen, fühlt man sich während der Kutschenfahrt in eine wechselvolle Vergangenheit versetzt, wie in den Kultfilmen „Fackeln im Sturm“ oder „Vom Winde verweht“. In den prächtigen Herrschaftshäusern, von denen viele aus der Gründerzeit stammen, wohnt immer noch die überwiegend weiße Elite der ca. 180 Quadratmeilen großen und in etwa 500.000 Einwohner (ohne Umland mitgerechnet) umfassenden Metropole, deren Bevölkerung sich in ein Drittel Weiße und zwei Drittel Afro-Amerikaner aufteilt. Bis 1852 war New Orleans die größte Stadt der USA und durch den Dampfbootverkehr am Mississippi einer der wichtigsten Häfen Nordamerikas.

„Downtown“ heißt die Gegend östlich der Canal Street, während „uptown“ die Gegend westlich der Canal Street genannt wird. Menschen aus allen Ländern, Bevölkerungsschichten, Rassen und jeden Alters leben hier im „downtown“, dem französischen Viertel der Altstadt. Die Schilder an alten Eckgebäuden weisen auf die Straßennamen früherer Zeiten hin und an jeder Ecke lauern die Erinnerungen einiger großartiger Charaktere in Namen und Figuren. Vorbei an jeder Menge Lokale, Bars, Shops, Museen, Straßenmusikern, Wahrsagern, Handlesern, Malern, Karikaturisten, Jongleure, Stepptänzer, Zauberer und allen Arten von talentierten Kunstdarbietenden führt die inspirierende Kutschenfahrt in Richtung Jackson Square, mit dem architektonischen Wahrzeichen der Stadt. In französischen und spanischen Zeiten war der Jackson Square (Place d’ Armes bzw. Plaza de Armas), der Paradeplatz (Waffenplatz), an dem die Soldaten exerzierten. Nach der berühmt-berüchtigten „Schlacht von New Orleans“ Anfang 1815, bei der die stark unterlegenen US-Truppen unter der Führung des späteren 7. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Andrew Jackson, die Briten bezwungen hatten, wurde der Park ihm zu Ehren in Jackson Square umbenannt und in der Mitte des Parks eine Reiterstatue von Andrew Jackson errichtet.

Zu Pferden hat die „Crescent City“ am Ufer der Lebensader des alten Südens seit ihrer Entstehung eine ganz besondere Beziehung. Dies zeigen vor allem heute noch die vielen Unternehmungen mit Pferdekutschen, Reitställen wie „Equest Farms“ in der 1001 Filmore Ave, „Magnolia Equestrian Ctr“ in der 1720 General Collins Ave, „Cascade Stables“ in der 700 East Drive, oder die „Pontchartrain Oak Stables“ in der 13112 Hayne Blvd. Aber auch Reitschulen, Reithöfe und Pferderennen sind unbestrittene Höhepunkte im Kulturleben von New Orleans. Sogar die Ordnungshüter der Stadt, 1796 erstmals von den Bürgern als 25-köpfige Vollzeit-Polizei gegründet, zeigt ihre Präsenz beritten im Zweiertrupp. Im Jahr 1847, als der mexikanische Krieg ausbrach, war die Metropole im Deep South das führende Pferde-Rennzentrum der Vereinigten Staaten. Das Messegelände „Fair Grounds Race Course“, in der 1751 Gentilly Blvd. verfügt über eine bewegte Geschichte seit dem Jahr 1872 und ist die drittälteste aktive Vollblüter Rennstrecke der USA. Aber nicht nur deswegen auch eine der berühmtesten. Die Namen der Jockeys, die hier große Siege eingeritten haben, wie Eddi Arcaro, Bill Shoemaker, Eddi Delahoussaye, Pat Day und viele mehr, sind ebenso legendär wie die Pferde selbst, von denen Black Gold, Pan Zareta, Risen Star und Whirlaway auf der Pferderennbahn „Race Course“ ihr Bestes gaben.

Ungefähr 8 Kilometer weiter stadtauswärts, wo sich seinerzeit die 160 ha große Zuckerrohrplantage von Etienne de Boré, Begründer des Granulatzuckers und 1. Bürgermeister von New Orleans (Nov. 1803 - Mai 1804) befand, wurde im Jahre 1898 einer der größten Stadtparks im Bundesstaat Louisianna eröffnet. Der Audubon Park befindet sich knapp 10 Kilometer westlich der Innenstadt, zwischen der St. Charles Avenue und dem Mississippi River und begeistert durch seine naturbelassene Umgebung Mensch und Tier gleichermaßen. Nach dem bekannten Künstler und Ornithologen (Vogelkundler) John James La Forest Audubon (1785-1851) benannt, beherbergt der beeindruckende Park mehr als 4000, zum Teil sehr monumentale und mehrere Jahrhundert alte Eichen und bietet ideale Lebensbedingungen für mehr als 2000 Tiere. Wer die imposante Grünoase im Stadtzentrum möglichst weitläufig und frei kennen lernen möchte, wird keine majestätischere Möglichkeit finden als dies auf dem Rücken eines anmutigen Pferdes zu tun. Das nenne ich koloniales Lebensgefühl, im Einklang mit der Natur und der Verbindung von Eleganz und Leichtigkeit mit Kraft und Stärke. Enjoy living.

 

» Kampfkunst zum Einklang von Körper & Geist

In New Orleans, der bunten Metropole Louisianas, die die Kulturen vieler Nationen (Spanier, Franzosen, Engländer, Iren, Deutsche, Mexikaner, Indianer, Latinos, Asiaten und Schwarze) harmonisch vereint, ohne jedoch von ihrer ehrwürdigen Eigenheit einzubüßen, erlebt man kosmopolitisches Flair in hochkonzentrierter Form.

In diesem multikulturellen Zentrum, wo die Straßen auf französische Namen hören, die Häuser spanisch aussehen und die Menschen englisch sprechen, werden die Feste karibisch gefeiert. Schwarze & weiße Musik, asiatische und südamerikanische Kunst, der süße schwere Duft aus Big Mamas „Magic“ Küche und die soft-sündige Atmosphäre der Altstadt vermitteln in einem authentischen Mix aus tropischer Hitze und gemütlicher Leichtigkeit, intensiven Gefühlen und ruhigen Bewegungen, gelassener Lebenseinstellung mit ungebrochenen Ehrgeiz zugleich. Werte wie Ehre, Achtung, Ehrlichkeit und Treue stellen bei den Einwohnern einen besonderen Stellenwert dar und tragen zu einem toleranten und freundschaftlichen Miteinander bei. Ein alt bewährter Codex, nach dem schon die Samurai und die asiatischen Ritter gelebt haben.

BushidoX, eine Institution bei der, wie auch im Joes New Orleans, Tradition auf Moderne trifft, befasst sich mit der Harmonie zwischen Körper und Geist. BushidoX wurde 2005 von Sifu Andreas Silbersack in Form einer Akademie mit den Schwerpunkten Gruppentraining, Einzeltraining und Ausbildnerschulung ins Leben gerufen und lehrt mittlerweile als renommiertes Ausbildungszentrum für Kampfkunst & Selbstschutz neben dem Bewusstsein über die Wichtigkeit innerer Werte das X-Defense-System. Ein Selbstverteidigungssystem, welches auf Einflüsse aus dem klassischen Kung Fu Stil Wing Chun, dem Training verschiedenster Würfe und Bodenkampftechniken mit der Bezeichnung X-Submission, sowie dem Waffentraining – X-Weapon genannt, beruht.

Wing Chun ist ein ca. 300 Jahre altes Kung Fu System aus Südchina, das bekannt für seine Effizienz und Anwendbarkeit ist. Die untrennbare Verbindung mit den klassischen asiatischen Philosophien eröffnet neue Denkanstösse und befreit von festgefahrenen Mustern. Ziel ist es, Körper und Geist als Ganzes weiter zu entwickeln und in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen. Beim Wing Chun geht es um das Aneignen und Verstehen von Prinzipien zur Verbesserung der Kampffähigkeit. Das Verständnis von Winkeln, Kraftverteilung und physikalischen Gesetzen hilft, größere Kräfte zu überwinden. Somit ist dieses System gleichermaßen für Frauen und Männer geeignet.

X-Submisson entwickelt das Begreifen komplexer Bewegungsabläufe und die Ausnutzung verschiedenster Hebelpunkte. Durch das Training im Stand und am Boden wird Dynamik, Körperkraft und Flexibilität extrem gesteigert.

Das X-Weapon-Training schult die Wahrnehmung, entwickelt Kraft, Koordination und Schnellkraft in besonderem Maße.

Im X-Defense Kindertraining, einem auf die Persönlichkeitsentwicklung und die Bedürfnisse von Kindern abgestimmten Unterrichtsformat, kann ab einem Alter von 5 Jahren trainiert werden. Hierbei wird vermehrt auf die Entwicklung von Koordination, Kondition und Konzentration wert gelegt und ständig darauf geachtet, dass die Kinder respektvoll miteinander und mit ihren Trainern umgehen. Weitere Schwerpunkte bzw. Eckpfeiler bilden die Entwicklung sozialer Kompetenzen, die Bereitschaft zu partnerschaftlichem Verhalten, sowie der Spaß und die Freude an der körperlichen Bewegung.

Mit über 20 Jahren Erfahrung im Kampfsport, Sicherheitsbereich und als Referent zahlreicher Seminare in ganz Europa legt Sifu Andreas mit seinem Team, u. a. mit Dai Si Hing Bernhard Csar, dem unmittelbaren Partner von Joes New Orleans, eine besondere Hochschätzung auf die Denkweise und die Umgangsformen dieser jahrhundertealten Kampfkunst. So werden zudem auch die Steigerung des Selbstvertrauens und der Selbstsicherheit, der richtige Umgang mit Ängsten und Defensiv-Situationen, das Training von Reaktionsfähigkeit, Kraft, Kondition, Flexibilität und Koordinatin, ein individuelles Training für z.B. Security, Schauspieler, bei körperlichen Einschränkungen, sowie ein alters-, geschlechts- und gewichtsunabhängiges Training geboten.
Sifu wird übrigens für die respektvolle Anrede eines Lehrers (väterlicher Meister od. Lehrer-Meister) verwendet und Dai Si Hing für dessen in der Rangordnung nachfolgenden „Ältesten der Brüder“. Nähere Infos zu Bushido X – dem Zentrum für Kampfkunst & Selbstschutz unter www.bushidox.com. Enjoy living.

 

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