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New Orleans – die faszinierende Südstaaten-Schönheit

"The Crescent City“ – einzigartige und zwingend lohnende Metropole am Ol’ Man River, Hauptstadt des Voodoo, Wiege des Jazz und Heimat des Mardi Gras im Frühjahr jeden Jahres

by Joe Schreiner

 
New Orleans ()
N/A

Bereits seit Jahrzehnten ist „N’awlins“ – wie New Orleans von seinen Einwohnern ausgesprochen wird - eines der beliebtesten Reiseziele im Süden der USA. „The Big Easy“, die historische Hafenstadt mit der charakteristischen Atmosphäre in den subtropischen Sümpfen im Delta des Mississippi Rivers lockte im Laufe der Jahre Millionen von Touristen an und hat sich durch den Mix der verschiedenen Einflüsse kulturellen Lebens, bedingt durch die Ansiedelung der zahlreichen kosmopolitischen und polyglotten Bevölkerung, zur unamerikanischsten Stadt der USA entwickelt, in der der Begriff „Multikulturell“ bereits Alltag war, bevor er bei uns populär wurde.

Obwohl die „Sichelstadt“ (diese Bezeichnung erhielt die Jazzmetropole wegen der geografischen Lage zwischen dem Mississippi im Süden und dem Lake Pontchartrain (zweitgrößter Salzwassersee der USA) im Norden, was ihr einen Stadtumriss in Form einer Sichel gegeben hat) im Einzugsgebiet von tropischen Wirbelstürmen liegt, war der Hurrikan Katarina am 29. August 2005 der bisher verheerendste. Verbunden mit der bislang größten Flutkatastrophe die je auf US-amerikanischem Boden geschah, sind viele Sehenswürdigkeiten in den Wassermassen untergegangen. Aber im Nachhinein betrachtet hat die wohl lebendigste Südstaatenstadt verhältnismäßig wenig von ihrer beeindruckenden Pracht und ihrem verführerischen Charme verloren. Zumindest auf den touristischen Pfaden ist von den Schäden nichts mehr zu sehen und auch die lebensfrohen Bewohner haben sich weitgehend mit den ständig wieder kehrenden Heimsuchungen arrangiert und kehren in ihre Stadt zurück - ganz nach dem Motto: Jetzt erst recht! Eine Stadt wie New Orleans, in der der Blues & Jazz allgegenwärtig ist, in der französisches, spanisches, afrikanisches, karibisches, indianisches, deutsches, italienisches und englisches zu einem einzigartig Neuen geformt wurde, verschwindet nicht so schnell und wenn, dann mit einer Riesenfete.

Das legendäre French Quarter (Französisches Viertel oder Vieux Carre), 1721 vom Ingenieur Adrian de Pauger entworfen, stammt größtenteils noch aus der französischen und spanischen Kolonialzeit und grenzt an den Mississippi, die Rampart Street, Canal Street, Basin Street und an die Esplanade Avenue. Jene Plätze und Straßen, die alljährlich von vielen tausenden Touristen aus den unterschiedlichsten Nationen besucht und wegen ihrer einzigartigen Architektur mit den meist engen, mehrstöckigen Häusern aus Backstein mit den schmiedeeisernen Balkonen und den üppigen Blumenkaskaden bestaunt werden.

Der Jackson Square liegt im Zentrum vom Vieux Carre, ursprünglich bekannt als Place d’Armes (Waffenplatz) und später umbenannt zu Ehren der Schlacht von New Orleans Held, General Andrew Jackson, der die Briten im Krieg von 1812-1815 erfolgreich zurückgeschlagen hat. Hier empfiehlt es sich unter anderem die historische St. Louis Kathedrale, die älteste Bischofskirche in den USA aus dem Jahr 1794, die formellen Gartenanlagen im Stil Ludwigs XIV und das Louisiana State Museum (ehem. Versammlungssaal des spanischen Stadtrates während der Kolonialzeit) zu besichtigen. Mit seinen vielen Museen, Restaurants, Open-Air-Künstlern jeglicher Art und unterschiedlichen Händlern ist der Jackson Square nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel für Einheimische, sondern auch für Besucher aus der ganzen Welt.

Ein weiterer Anziehungspunkt ist der French Market (Französischer Markt), der als Amerikas ältester öffentlicher Markt seit über 200 Jahren als reger Handelsplatz gilt und sich zu einem dauerhaften Symbol des Stolzes und des Fortschritts mit einer führenden Rolle in der lokalen Wirtschaft entwickelt hat. Neben den eindrücklichen Einkaufs-, Kultur- und Unterhaltungsmöglichkeiten bietet sich unter anderem eine kleine Erfrischungspause im zentral gelegenen Café du Monde an, das für seinen Café au lait und seine Beignets berühmt ist.

Auch auf einen ausschweifenden Besuch in der freizügigen Bourbon Street - der vielbesungenen Vergnügungsmeile der Stadt – mit der historischen Kneipe Lafitte’s Blacksmith Shop und der nur ein paar Häuserblocks weiter entfernten Pat O’Brien’s Bar sollte man auf keinen Fall verzichten. Hier wird allabendlich jede Menge Live-Musik geboten und in den unzähligen Lokalen, Jazz-Clubs und Bars, sowie auf der gesamten Straße völlig ausgelassen und hemmungslos Party bis in den Morgen gefeiert (muss man einfach mal erlebt haben, denn wer das sonst eher „zurückhaltende“ Amerika kennt, meint hier Lichtjahre davon entfernt zu sein).

Am nördlichen Ende des French Quarters, im Stadtviertel Treme, getrennt durch die Rampart Street, befindet sich der zu Ehren von New Orleans bekanntestem Sohn erbaute und 130.000 m² umfassende Louis Armstrong Park, in dem auch das New Orleans Municipal Auditorium, das Mahalia Jackson Theater of the Performing Arts, der Congo Square und Teile des New Orleans Jazz National Historical Park bereichernde Ausflugsziele sind. Konzipiert wurde der New Orleans Jazz National Historical Park, in dem Sklaven im 18. und frühen 19. Jahrhundert einzig und allein am Sonntag öffentlich ihre Musik spielen durften, von New Orleans Architekt Robin Riley. Mit der großen Auswahl an Performance bietet der Park eine wunderbare Einführung in das musikalische Erbe der Stadt, der auch die Heimat der ersten New Orleans Jazz & Heritage Festivals war.

Aber auch die berühmten Pferdedroschken, deren zahlreiche Kutscher darauf warten, Touristen durchs French Quarter oder den weitläufigen Garden District zu fahren, und die nostalgischen Straßenbahnen (Streetcars) gehören zum besonderen Flair von New Orleans – „The City that Care Forgot“ (die Stadt, welche von der Sorge vergessen wurde). Am bekanntesten ist die Linie St. Charles mit ihren grünen Wagen, die 1924 von Perley A. Thomas gebaut wurden und die seit 1893 New Orleans mit der Vorstadt Carrollton verbindet. Entlang der Strecke durch die St. Charles Avenue kann man im Stadtteil Garden District zahlreiche herrschaftliche Villen und Plantagenhäuser aus dem 19. Jahrhundert bewundern, welche durch Architektur und Inneneinrichtung nur zu gut erahnen lassen, welch rauschende Feste hier vor 150 Jahren gefeiert wurden. Gleichzeitig wird man aber auch daran erinnert, dass erst die Sklavenarbeit auf den Zuckerrohr- und Baumwollplantagen diesen Reichtum möglich machte. Eine weitere Strecke der historischen Streetcars bildet die Riverfront-Line, auch bekannt als „Ladies in Red“. Sie läuft parallel zum Fluss von der Canal Street ins French Quarter. 2004 wiedereröffnet wurde die Linie Canal Street, sie bedient unter anderem den City Park mit dem Kunstmuseum New Orleans Museum of Art durch einen Abzweig in die North Carrollton Avenue.

Weitere sehr empfehlenswerte Programmpunkte, die man sich nicht entgehen lassen sollte, sind der vorzügliche Genuss eines Jazz Brunch’s oder eines Dinners im berühmten Court of Two Sisters, in der 613 Royal Street, mit dem malerischen Innenhof aus der Kolonialzeit und den drei unterschiedlichen Stil Esszimmern, ein romantischer „Moonwalk“ an der Uferpromenade oder eine Mississippi-Schifffahrt mit Livemusik auf einem der Steamboats bzw. paddle wheel boats (Schaufelraddampfer) „Cajun Queen“, „Creole Queen“ oder „Natchez“, ganz auf den Spuren von Tom Sawyer und Huckleberry Finn.

Wer nach all diesen vielfältigen Eindrücken immer noch Zeit zur Verfügung hat, sollte es nicht versäumen einen Abstecher ins Historic Voodoo Museum of New Orleans, in der 724 Dumaine Street, zwischen Bourbon Street und Royale Street zu machen und anschließend die in etwa einen Kilometer entfernte Pilgerstätte und Touristenattraktion Saint Louis Cemetery Number one aufzusuchen. Auf diesem Friedhof liegt eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts von New Orleans begrabenen – die Queen of Voodoo, Madame Marie Laveau. Diese Grabstätte ist nach der von Elvis Presley in Memphis die am meisten besuchte in den Südstaaten.


„Laissez les bons temps rouler“ – lasst es euch gut gehen & „apprécier il“ – genießt es !

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